Wirtschaftsstrafrecht

Das Wirtschaftsstrafrecht gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Strafverfolgungsbehörden bemühen sich vermehrt, eine Reihe an strafrechtlichen Sanktionen gegen Unternehmen und deren Führungskräfte, Vorstände oder leitende Mitarbeiter zu verhängen.

Effektive Verteidigung im Wirtschaftsstrafrecht erfordert eine individuelle Verteidigungsstrategie - von der geräuschlosen Erledigung bis zur erfolgreichen gerichtlichen Auseinandersetzung.

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Wichtiger aktueller Hinweis: Aktuell ist unser Dezernat Wirtschaftsstrafrecht nicht besetzt. Wir können daher keine Mandate aus diesem Bereich annehmen. Sobald das Dezernat neu besetzt ist, finden Sie hier einen Hinweis.

Rechtsanwälte mit Erfahrung und Spezialisierung im Bereich Wirtschaftsstrafrecht, die das Dezernat für uns führen wollen, wenden sich bitte an rose@rosepartner.de

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Unsere Kompetenzen im Bereich Wirtschaftsstrafrecht

Als überregionale Wirtschaftskanzlei mit Standorten in Hamburg und Berlin vertreten wir Unternehmen und Manager in allen Bereichen des Wirtschaftsstrafrechts. Unsere Leistungen reichen dabei von der vorbeugenden Beratung zur Vermeidung von Straftaten im Unternehmen bis zur strafrechtlichen Verteidigung.

Unser Fokus liegt neben der eigentlichen Verteidigung während des Ermittlungs- oder Gerichtsverfahrens im schnellen Eingreifen z.B. bei dinglichem Arrest, eingefrorenen Konten oder anderen Maßnahmen der Staatsanwaltschaft. Dies dient der Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit Ihres Unternehmens. Je früher dabei der Rechtsanwalt Einblick in das Ermittlungsverfahren erhält, desto größeren Einfluss kann er auf das Ermittlungsverfahren nehmen und wirtschaftliche Schäden vermeiden.

Wichtige Delikte des Wirtschaftsstrafrechts

Unsere Rechtsanwälte vertreten sie in allen Bereichen des Wirtschaftsstrafrechts wie z.b. bei

  1. Straftaten im Zusammenhang mit unternehmerischen Tätigkeiten: Rechtsverstöße besonders im Bereich der Unternehmensführung, wie die Verletzung von Aufsichtspflichten oder die Abschöpfung eines wirtschaftlichen Vorteils können als Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten von Führungskräften geahndet werden. Es drohen Haft- oder Geldstrafren bzw. Geldbußen von bis zu 10 Mio. Euro (§ 30 OWiG).
  2. Korruptionsstrafrecht: Strafbar macht sich, wer seine berufliche Machtstellung zur Erlangung eines Vorteils ausnutzt. Dies beinhaltet Amtsdelikte z.B. im Zusammenhang mit Spenden, Sponsoring oder Vorteilsgewährung und Delikte gegen den Wettbewerb wie die Vorteilsnahme, Bestechlichkeit oder wettbewerbsbeschränkende Absprachen.
  3. Insolvenzstrafrecht: Insolvenzverschleppung und Straftaten in der Unternehmenskrise sind dem Insolvenzstrafrecht zuzuordnen. Dazu zählen unter anderem der Bankrott, die Verletzung der Buchführungspflicht, Gläubigerbegünstigung und Schuldnerbegünstigung. Begleitdelikte bilden z.B. das Vorenthalten von Arbeitsentgelt oder die Lohnsteuerhinterziehung.
  4. Bilanzstrafrecht: Das Bilanzstrafrecht dient als Oberbegriff für verschiedene Rechtsverstöße gegen die kaufmännische Dokumenttationspflichten, wie die Pflicht zur ordnungsgemäßen Führung von Handelsbüchern oder die Pflicht, Handelsbilanzen rechtzeitig und wahrheitsgemäß aufzustellen.
  5. Wettbewerbsstrafrecht: Das deutsche Wettbewerbsstrafrecht schützt den freien und fairen Wettbewerb vor Angriffen. Unerlaubte Einflussnahme ist z.B. in der Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr zu sehen. Geschützt wird aber auch das Unternehmensgeheimnis durch die Straftatbestände des Geheimnisverrats, der Betriebsspionage und der Geheimnisverwertung.
  6. Medien- und Pressestrafrecht, Internetstrafrecht: Journalistische Tätigkeiten sind durch das Grundrecht auf Pressefreiheit geschützt. Trotzdem kann es zu einer strafrechtlichen Verfolgung durch Rechtsverstöße wie Nötigung, Bestechung, Strafvereitelung oder Verstöße im Bereich des Geheimnisschutzes kommen. Auch bestehen Risiken im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Bildmaterialien oder der Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken. Als Teil des Medienstrafrechts befasst sich das Pressestrafrecht mit allen Vorwürfen im Zusammenhang mit Recherchearbeiten oder Veröffentlichungen von Bild- und Textmaterialien. Daneben ist der Bereich des Internetstrafrechts entstanden - mit weiteren Bezügen zum Telekommunikationsrecht sowie Urheberrecht. Wichtige Straftatbestände sind u.a. Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung. Zusätzlich sind Vorschriften über den Gebrauch des Internets einschlägig, wie der über das Internet begangene Betrug oder Regelungen zur Datenveränderung. 

Täter, Ermittlungsverfahren, Durchsuchung und Beschlagnahme

Das Wirtschaftsstrafrecht umfasst alle Straftaten im Zusammenhang mit dem Wirtschaftsleben. Sanktioniert werden vor allem Straftaten, die durch Verantwortliche von Wirtschaftsunternehmen oder zum Nachteil von Unternehmen begangen werden. Betroffen von der behördlichen Strafverfolgung sind daher meist Vorstände, Geschäftsführer oder leitende Angestellte eines Unternehmens.

Von dem Ermittlungserfahren wird häufig erst spät Kenntnis erlangt z.B. durch die Vornahme von Durchsuchungen von Wohn-und Geschäftsräumen, Beschlagnahmungen oder sogar Festnahmen.

In den Folgen des Ermittlungserfahrens liegen auch die Risiken für das Unternehmen. Neben der Wirkung in der Öffentlichkeit kommt es insbesondere nach der Beschlagnahme von Geschäftsunterlagen oder Firmencomputern zu einer eingeschränkten Handlungsfähigkeit ihres Unternehmens. Rufschädigung, Arrestierung von Vermögenswerten oder die Eintragung auf eine sog. „schwarze Liste“ hinsichtlich der Vergabe von künftigen Aufträgen können weitere schwerwiegende Folgen für das Unternehmen darstellen.

 

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