Gesellschaftsrecht M&A

M&A Aktivitäten im Handwerk

Mehr Transaktionen durch Private Equity

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Christian Mattlage, Fachanwalt für Gesellschaftsrecht

In unserer Beratungspraxis zum Transaktionsgeschäft werden wir in letzter Zeit verstärkt von Eigentümern von Handwerksbetrieben kontaktiert, die wiederum Anfragen von Finanzinvestoren zum Erwerb ihrer Unternehmen haben.

Offensichtlich hat Private Equity (PE) realisiert, dass eine sogenannte buy-and-build Strategie auch im Bereich von Handwerksunternehmen erfolgversprechend sein kann. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass viele Handwerksunternehmen in den letzten Jahren äußerst profitabel wirtschaften konnten und in Anbetracht der auf absehbare Zeit fortgesetzt Niedrigzinsphase kombiniert mit der sich immer weiter verschärfenden Wohnraumknappheit in Ballungsgebieten nicht davon ausgegangen werden muss, dass sich die derzeit gegebenen Profitabilitätsparameter signifikant verschlechtern werden.

Ein weiterer wesentlicher Treiber dürfte sein, dass aufgrund des bereits jetzt in vielen Bereichen des Handwerkwerks herrschenden Mangels an Fachkräften das „Hinzukaufen“ von Manpower ein wesentliches Abgrenzungskriterium ist.

Multiplikatorenbasierte Kaufpreise erscheinen attraktiv

Unsere Fachanwälte für Handels- und Gesellschaftsrecht gewinnen in der Beratungspraxis den Eindruck, dass die von Finanzinvestoren gebotenen Kaufpreise auf Multiplikatorenbasis gerechnet absolut vergleichbar sind mit denen in anderen Branchen gängigen Unternehmensbewertungen.

So scheinen selbst mehrfache Umsatz-Multiplikatoren zur Ermittlung des Unternehmenswerts realisierbar zu sein.

Nachdem wir schon über einen längeren Zeitraum Raum Konzentrationstendenzen im Bereich von Ingenieurbüros wahrgenommen haben, so scheint sich diese Tendenz nunmehr auch auf „normale“ Handwerksunternehmen, wie zum Beispiel größere Malerbetriebe, bzw. sogar Gebäudereinigungsbetriebe zu erstrecken.

Frühzeitige Vorbereitung und Strukturierung auf Verkäuferseite maximiert Kaufpreis

Verkäufer sollten im Hinblick auf die Maximierung des von ihnen realisierten Kaufpreise möglichst frühzeitig ihr Unternehmen auf einen Verkauf vorbereiten. Hierzu zählt unter anderem auch, die Finanzkennzahlen dahin gehen zu analysieren, ob hier möglicherweise durch das Gesellschafterverhältnis veranlasste Kosten zulasten des Unternehmens gebucht wurden. Auch gilt es strategisch zu hinterfragen, inwieweit das Unternehmen gut aufgestellt ist, Teil einer größeren Unternehmensgruppe zu sein. Unsere Transaktionsexperten können unseren Mandanten hier umfangreich beraten und sicherstellen, dass die Transaktion aus Verkäufersicht optimal strukturiert ist. 

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