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Familienrecht

Vaterschaftstests schon vor der Geburt

Gesetzesentwurf der FDP

Ein Beitrag von Dr. Marko Oldenburger, Fachanwalt für Familienrecht

Die Folgen einer Vaterschaft sind weitreichend, insbesondere für Fragen des Unterhalts oder auch des gesetzlichen Erb- und Pflichtteilsrechts. Daher ist die Frage der biologischen Vaterschaft von größter Bedeutung und muss nicht selten durch einen Vaterschaftstest geklärt werden.

Die FDP-Fraktion im Berliner Bundestag hat nun einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der einen Vaterschaftstest schon vor der Geburt mittels einer nicht invasiven Diagnostik ermöglichen soll. Zu diesem Zweck soll das Gendiagnostikgesetz geändert werden. Nach bisheriger Rechtslage ist ein vorgeburtlicher Vaterschaftstest nur dann legal, wenn aufgrund ärztlicher Erkenntnis die Schwangerschaft auf einer Straftat  wie einer Vergewaltigung beruht.

Mütter und Väter sollen früh Gewissheit haben

Diese Ausnahme greift nach Auffassung der FDP zu kurz. Schließlich müssten in allen anderen Fallkonstellationen werdende Mütter und Väter bis zur Geburt abwarten und hinsichtlich der Vaterschaft im Ungewissen bleiben. Ein Zuwarten sei heute nicht mehr geboten, da die Vaterschaft inzwischen mit nicht invasive Diagnostik für Mutter und Kind  ohne Risiken geklärt werden könne.

Ob die Initiative aus Berlin Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten.