Aufenthaltserlaubnis bei Trennung und Scheidung

So sichern Sie Ihr Bleiberecht in Deutschland

Bei vielen Paaren ist die Ehe die Voraussetzung für die deutsche Aufenthaltserlaubnis eines der Ehegatten. Im Falle einer Trennung oder Scheidung stellt sich dann die dringende Frage nach dem Fortbestand des Aufenthaltstitels.

Im nachfolgenden Beitrag erfahren Sie, wie die Rechtslage im Familien- und Einwanderungsrecht bei der Scheidung von internationalen Ehen ist und was Sie dabei im Blick haben müssen.

    Cyrus Zahedy – Ihr Anwalt für Aufenthaltsrecht bei Trennung und Scheidung

    Alle Mandate mit Bezug zu, Aufenthaltsrecht, Visa und Familiennachzug werden derzeit von unserem Kooperationspartner Rechtsanwalt Cyrus Zahedy betreut. Herr Zahedy ist erfahrener Fachanwalt für Familienrecht mit besonderer Expertise in allen Rechtsfragen mit Auslandsbezug. Eheleute betreut er im Familien- und Ausländerrecht im Vorfeld der Heirat, während der Ehe sowie bei Trennungen und Scheidungen.

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    Rechtsanwalt Cyrus Zahedy

    1. Ausgangslage: Die Aufenthaltserlaubnis für den ausländischen Ehepartner

    Ausländische Ehegatten (und Kinder) erhalten grundsätzlich eine Aufenthaltserlaubnis zum Familiennachzug bzw. Ehegattennachzug. Dieses Recht hat seinen Ursprung in Artikel 6 Grundgesetz, der die Ehe und Familie schützt. Der Antrag ist bei der zuständigen Ausländerbehörde zu stellen. Voraussetzung für die Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung ist insbesondere, dass die Ehe nicht ausschließlich zum Zweck der Einreise nach Deutschland geschlossen wurde und eine familiäre Lebensgemeinschaft besteht oder aufgenommen wird.

    Weitere Voraussetzungen und ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Themenseite Aufenthaltserlaubnis durch Heirat bzw. Ehe.

    Aufenthaltserlaubnis und Ehegattennachzug Ausführliche Informationen zum Aufenthaltsrecht für ausländische Ehepartner

    2. Auswirkungen von Trennung und Scheidung für den Aufenthaltstitel

    Wie wirkt sich nun eine Trennung oder Scheidung auf die Aufenthaltserlaubnis des Ehepartners aus? Wenn die familiäre Lebensgemeinschaft nicht mehr besteht, entfällt auch die Voraussetzung für die des Familiennachzugs.

    Das heißt, dass die Grundlage der Aufenthaltserlaubnis nicht erst mit der Scheidung erlischt, sondern bereits mit der Trennung.

      Scheidung von Ehen mit Auslandsbezug Unsere Themenseite mit Informationen für internationale Ehen, die geschieden werden

      3. Beantragung einer neuen Aufenthaltserlaubnis

      In der Regel ist es – trotz Trennung oder Scheidung – geboten, einen neuen Aufenthaltstitel zu beantragen. Im ersten Jahr nach der Trennung wird eine Aufenthaltserlaubnis erteilt, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

      • Die letzte Aufenthaltserlaubnis zum Ehegattennachzug ist noch gültig
      • Auch der andere Ehepartner war bis zur Trennung zum Aufenthalt in Deutschland berechtigt und hat gegebenenfalls eine „Perspektive auf Aufenthaltsverfestigung“.
      • Die Ehegatten leben seit mindestens 3 Jahren in Deutschland.

      Dieses erste Jahr nach der Trennung wird Eingliederungsjahr genannt.

      Auch nach Ablauf dieses Eingliederungsjahrs können Sie ihre Aufenthaltserlaubnis verlängern lassen. Der Erfolg des Antrags liegt dann aber im Ermessen der Ausländerbehörde. Wichtige Kriterien sind dann, dass Sie über ein ausreichendes Einkommen für Ihren Lebensunterhalt verfügen und zum Beispiel nicht straffällig geworden sind.

      6. FAQ Aufenthaltserlaubnis bei Trennung & Scheidung

      Schnelle Antworten auf häufige Fragen

      Muss ein ausländischer Ehepartner nach der Scheidung Deutschland verlassen?

      Die Voraussetzungen für den Ehegattennachzug ausländischer Partner erlischt bereits mit der Trennung (nicht erst mit der Scheidung). Es besteht jedoch die Möglichkeit einer weiteren Aufenthaltserlaubnis auf anderer Rechtsgrundlage mit anderen Voraussetzungen.

      Was ist das Eingliederungsjahr?

      Trennt sich ein Ehepaar, bei dem ein Ehegatte seinen Aufenthaltstitel aufgrund der Ehe hat, nennt man das erste Jahr nach der Trennung Eingliederungsjahr. In dieser Zeit gelten besondere Voraussetzungen für die Erteilung einer weiteren Aufenthatlserlaubnis.

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