Wechselmodell - Vorteile, Nachteile

Pro & Contra - Checkliste für Eltern

Das Konzept des Wechselmodells ist bei getrennten Elternpaaren derzeit in aller Munde. Beim typischen Wechselmodell pendelt das Kind regelmäßig zwischen den Elternhäusern, beide Elternteile betreuen das Kind zu gleichen Anteilen. Das Wechselmodell ist die Alternative zum sogenannten Residenzmodell.

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    Alle Mandate mit Bezug zum Umgangsrecht und Sorgerecht für Kinder werden von unserer Kooperationspartnerin Jeannette Deutschmann bearbeitet. Sie ist Fachanwältin für Familienrecht in Berlin mit Spezialisierung im Bereich Kindschaftsrecht und bietet bundesweit Beratung per Telefon bzw. Videotelefonie an - eine Erstberatung für pauschal 250 Euro zzgl. 19 Prozent USt.

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    Rechtsanwältin Jeannette Deutschmann

    Kooperation der Eltern

    • Vorteil: Beim Wechselmodell müssen die Elternteile besonders viel mit einander kooperieren. Bei jedem Wechsel des Kindes muss erneut miteinander kommuniziert werden. Termine der nächsten Woche müssen mitgeteilt und koordiniert werden, das aktuelle Lieblingsbuch eingepackt und gegebenenfalls besprochen werden, ob das Kind gerade krank ist, oder ob es in der Schule bzw. Kita etwas Besonderes gibt, worauf das andere Elternteil in der nächsten Woche achten soll. So können Eltern weiterhin als Team arbeiten, auch wenn sie kein Paar mehr sein wollen.
    • Nachteil: Ist eine solche Kooperation zwischen den Eltern nicht möglich, ist ein Wechselmodell sehr konfliktanfällig und sollte gründlich überdacht werden.

    Eltern/Kind-Bindung 

    • Vorteil: Ein Wechselmodell ist in der Regel nur angezeigt, wenn das Kind zu beiden Eltern eine etwa gleichwertige Bindung hat, beide Eltern es fördern und erziehen können. Ein großer Vorteil des Wechselmodells ist, dass beide Eltern diese Eltern-Kind-Bindung weiterhin im Alltag ausbauen und aufrechterhalten können.
    • Nachteil: Ist eine solche gleichwertige Bindung nicht vorhanden, zum Beispiel weil ein Elternteil in den letzten Jahren kaum Umgang mit dem Kind gepflegt hat, ist ein Wechselmodell ungeeignet.

    Wohnort

    • Vorteil: Praktisch durchführbar ist ein Wechselmodell insbesondere, wenn die Wohnorte der Eltern nicht zu weit voneinander und von der Schule, bzw. Kita des Kindes entfernt liegen. In der Regel ist dem Kind am meisten damit gedient, wenn es weiter dieselbe Kita besuchen und dieselben Freunde treffen kann, egal, bei wem es wohnt. Spätestens bei schulpflichtigen Kindern muss die Schule von beiden Elternhäusern zu erreichen sein.
    • Nachteil: Sobald ein Elternteil zu weit weg zieht, ist das Wechselmodell nicht mehr durchführbar.

    Unterhaltsverpflichtungen

    • Vorteil: Dadurch, dass beim Wechselmodell beide Elternteile ihrer Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung nachkommen, sind bei einem echten Wechselmodell generell auch beide Eltern barunterhaltspflichtig. Zahlung und Arbeit können so fair geteilt werden.
    • Nachteil: Wenn ein nicht vollkommen gleichwertiges, sogenanntes unechtes Wechselmodell vorliegt, kommt es bei der gesetzlichen Unterhaltsberechnung möglicherweise zu unangemessenen Ergebnissen. Bei der nicht unkomplizierten Berechnung unterstützen wir Sie gegebenenfalls gern.

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