Stiftung & Stiftungsrecht

Gründung, Verwaltung, Recht & Steuern

Stiftungen spielen inzwischen eine wichtige Rolle bei der privaten Vermögensnachfolge und auch bei der Unternehmensnachfolge. Wichtige Beweggründe der Stifter sind fehlende Nachfolger oder auch der Wunsch nach gemeinnützigem Engagement. Sowohl bei gemeinnützigen Stiftungen als auch bei Familienstiftungen bzw. Unternehmensstiftungen gibt es wichtige rechtliche und steuerliche Aspekte. Diese müssen sowohl bei der Gürndung als auch beim laufenden Stiftungsbetrieb beachtet werden.

Anwaltliche Leistungen rund um Stiftungen und Stiftungsrecht

Unsere spezialisierten Rechtsanwälte und Fachanwälte für Gesellschaftsrecht, Steuerrecht und Erbrecht sowie unsere spezialisierten Steuerberater beraten Sie zu allen Themen im Zusammenhang mit Stiftungen, insbesondere

  1. Beratung bei der Gründung einer Stiftung
  2. Beratung bei der Gründung einer Treuhandstiftung
  3. Entwurf der Stiftungssatzung, des Treuhandvertrages und der notwendigen vertraglichen Gründungsdokumentation
  4. Abstimmung der Satzung und des Stiftungszwecks mit der Stiftungsaufsicht
  5. Abstimmung der Anerkennung der Gemeinnützigkeit mit dem Finanzamt
  6. Anpassung von Stiftungssatzungen und Treuhandverträgen
  7. Rechtliche und steuerliche Gestaltung beim Einsatz von Stiftungen im Rahmen der Vermögensnachfolge oder Unternehmensnachfolge
  8. Gestaltung von Geschäftsführungsverträgen mit der Stiftung
  9. Beratung von Stiftungsorganen, insbesondere Stiftungsvorständen und Stiftungsbeiräten, zu stiftungsrechtlichen Fragen sowie bei internen und externen Streitigkeiten

Neben der stiftungsrechtlichen Expertise erfordert die Beratung im Zusammenhang mit Stiftungen auch praktische Erfahrung im Umgang mit den Stiftungsbehörden und Finanzämtern. Unsere spezialisierten Berater verfügen über entsprechende Erfahrung und üben zum Teil selbst Stiftungsämter aus.

Gemeinnützige Stiftung, Unternehmensstiftung, Familienstiftung, Treuhandstiftung etc. - ein Überblick

Es gibt eine Reihe von Stiftungstypen, die sich insbesondere anhand ihres Stiftungszwecks und ihrer steuerlichen Behandlung unterscheiden. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Spielarten der Stiftung, ihrer Gründung und ihrer Besonderheiten:

  1. Gemeinnützige Stiftung: Bei den allermeisten Stiftungen in Deutschland handelt es sich um gemeinnützige Stiftungen. Wurde die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt anerkannt, gibt es umfassende Befreiungen für verschiedene Steuerformen. Dafür werden hohe Anforderungen an die Satzung und den laufenden Betrieb der Stiftung gestellt. Mehr dazu: Gemeinnützige Stiftung
  2. Familienstiftung: Die Familienstiftung dient insbesondere der langfristigen Bündelung und dem Schutz des Familienvermögens sowie der Versorgung von Angehörigen über Generationen hinaus. Mehr dazu: Familienstiftung
  3. Unternehmensstiftung: Wird ein Unternehmen von einer Stiftung betrieben oder besteht das Stiftungsvermögen aus Unternehmensanteilen, spricht man von einer Unternehmensstiftung. Mehr dazu: Unternehmensstiftung 
  4. Doppelstiftung: Wird eine Familienstiftung mit einer gemeinnützigen Stiftung kombiniert, spricht man von einer Doppelstiftung. Diese bietet interessante Gestaltungsmöglichkeiten für die Unternehmensnachfolge oder größere Priatvermögen. Mehr dazu: Doppelstiftung
  5. Treuhandstiftung: Die unselbständige Treuhandstiftung ist nicht rechtsfähig, ist aber in vielerlei Hinsicht der selbständigen Stiftung leichwertig und mit wenig Aufwand und Vermögen zu realisieren. Mehr dazu: Treuhandstiftung

Stiftungsorgane - Vergütung, Haftung, Pflichten

Im laufenden Betrieb stellen sich für Organe von Stiftungen immer wieder rechtliche Fragen, bei denen die Besonderheiten des Stiftungsrechts zu beachten sind. Der Stiftungsvorstand leitet die Geschäfte der Stiftung und vertritt sie nach außen. Für Mitglieder des Stiftungsvorstands ergeben sich häufig Fragen nach der Bestellung bzw. Abberufung und nach der Vergütung. Mehr dazu: Vorstandsvergütung in der Stiftung

Viele Stiftungen haben über den Vorstand hinaus noch ein weiteres Stiftungsorgan, das meist Stiftungsrat,  Beirat, Aufsichtsrat, Verwaltungsrat oder Kuratorium genannt wird.

Für alle Mitglieder von Stiftungsorganen stellt sich bei der Amtsübernahme oder vor allem in Krisenzeiten die Frage der persönlichen Haftung, ihrer Reichweite und ihrer Vermeidung. Mehr dazu: Haftung von Stiftungsorganen

Ein weiteres Problemfeld betrifft das Stiftungsvermögen, der Kapitalerhaltungspflicht sowie der Anlage des Stiftungskapitals bzw. der Vermögensverwaltung. Hier ist häufig eine Abstimmung mit der Stiftungsaufsicht durch die Stiftungsbehörden sowie mit den Finanzbehörden. Das trifft auch auf nachträgliche Änderungen der Stiftungssatzung zu.

Herausforderungen im Stiftungsrecht

Stiftungen werden für die Ewigkeit gegründet. Anders als bei Gesellschaften oder Vereinen kann die Struktur und Ausrichtung einer Stiftung nach ihrer Gründung nur noch im Ausnahmefall verändert werden. Dadurch kommt der Weichenstellung bei der vertraglichen Gestaltung zu Beginn eine enorme Bedeutung zu.

Viele herkömmliche Stiftungen haben in längeren Niedrigzinsphasen Probleme hinreichende Erträge zu erzielen, um den vorgegebenen Stiftungszweck zu erfüllen. Häufig reichen die Einnahmen noch nicht einmal, um die laufenden Verwaltungskosten zu decken und das Stiftungskapital entsprechend der Inflationsrate zu erhöhen. Diese wirtschaftlichen Zwänge müssen bereits bei der Stiftungsgründung berücksichtigt werden. Dies kann dadurch geschehen, dass den Stiftungsorganen entsprechende Freiräume bei der Anlage des Stiftungsvermögens oder auch bei der Erschließung sonstiger Einnahmequellen einräumt.

Aufgrund der wachsenden Zahl der Stiftungen in Deutschland erhöht sich auch der Beratungsbedarf im Stiftungsrecht. Auch wenn es bisher noch keine "Fachanwälte für Stiftungsrecht" gibt, entstehen vereinzelt Kanzleien, die über besondere Expertise rund um Rechts- und Steuerfragen zur Stiftung verfügen.

Rechtsanwälte und Steuerberater für Stiftungsrecht

In der Praxis kommen Rechtsanwälte für Stiftungsrecht überwiegend aus den Bereichen Gesellschaftsrecht, Steuerrecht und Erbrecht. Bewährt hat sich hier vor allem die Zusammenarbeit von Spezialisten aus den genannten Bereichen, die gemeinsam im Team über die notwendige Kompetenz verfügen, Stiftungen zu gründen und Stiftungsorgane zu betreuen.

 

 

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