Handelsrecht

National und International

Bei dem deutschen Handelsrecht handelt es sich um das Sonderprivatrecht der Kaufleute. Das heißt, dass die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) Anwendung finden, wenn ein Kaufmann geschäftlich tätig wird. Es kommt mithin nicht auf die Natur des abgeschlossenen Rechtsgeschäfts an, sondern auf die Kaufmanneigenschaft der Akteure. Dabei stellt das HGB die wichtigste Rechtsquelle des Handelsrechts dar.

Über das Gesetzesrecht hinaus, wird das geschäftliche Verhalten der Kaufleute durch das Handelsgewohnheitsrecht und die Handelsbräuche geregelt. Das Handelsrecht und das HGB haben die beschleunigte Geschäftsabwicklung zum Ziel.

Im Verhältnis zu Verbrauchern wird den geschäftsgewandten Kaufleuten eine geringere Schutzbedürftigkeit zuteil (z.B. unverzügliche Untersuchung von Mängelrügen beim Handelskauf oder geringere Formvorschriften). Auf der anderen Seite forciert das HGB einen gesteigerten Schutz des Rechtsverkehrs (Publizitätsschutz des Handelsregisters, erweiterter Gutglaubensschutz).

Einen großen Bereich des Handelsrechts nimmt darüber hinaus das Vertriebsrecht ein.

Weiter hat das im HGB normierte Recht des Handlungsgehilfen mit seinen Regelungen zum nachvertraglichen Wettbewerbsverbot und zur Karenzentschädigung enge Beziehungen zu anderen Rechtsgebieten, insbesondere zum Arbeitsrecht.

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Internationaler Einschlag

Die Globalisierung hinterlässt unterdessen auch im deutschen Handelsrecht ihre Spuren. Einen starken Einfluss auf das Handelsrecht haben supranationale Organisationen und europäische Verordnungen und Richtlinien. Auch die internationalen Übereinkommen für den grenzüberschreitenden Handelsverkehr, wie z.B. das UN-Kaufrecht, tangieren das nationale Handelsrecht.

Der Fachanwalt für Handelsrecht

Eine wichtige Fachanwaltsbezeichnung im Wirtschaftsrecht ist der Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht. Das Recht zur Führung dieser Bezeichnung vergibt die zuständige Rechtsanwaltskammer an zugelassene Anwälte, die über besondere Kenntnisse und Erfahrungen im Handelsrecht und Gesellschaftsrecht verfügen.

Im Segement des Handelsrechts beziehen sich die nachzuweisenden Kenntnisse vor allem auf folgende Bereiche:

  1. Materielles Handelsrecht, insbesondere das Recht des Handelsstandes (§§ 1-104 HGB) und der Handelsgeschäfte ( §§ 343-406 HGB) sowie internationales Kaufrecht, insbesondere UN-Kaufrecht,
  2. Bezüge des Handelsrechts zum Arbeitsrecht, Kartellrecht, Handwerks- und Gewerberecht, Erbrecht und Familienrecht sowie zum Insolvenz- und Strafrecht,
  3. Besonderheiten der Verfahrens- und Prozessführung.

Der Erwerb besonderer praktischer Erfahrungen setzt voraus, dass der angehende Fachanwalt für Handelsrecht innerhalb der letzten drei Jahre vor der Antragstellung im Fachgebiet als Rechtsanwalt persönlich und weisungsfrei eine Mindestanzahl von Fällen bearbeitet hat.

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